Ast

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Ast [ast], der; -[e]s, Äste ['ɛstə]:
stärkerer Zweig eines Baumes:
ein dicker Ast; das Eichhörnchen hüpft von Ast zu Ast.

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Ạst 〈m. 1u
1. unmittelbar aus dem Stamm bzw. der Wurzel hervorgehender Teil des Baumes bzw. Strauches
2. Astansatz, Astloch (im Holz)
3. Verzweigung, astartiges Glied, astartiger Teil (Nerven\Ast)
4. 〈fig.〉 Höcker, Buckel
● den \Ast absägen, auf dem man sitzt 〈fig.〉 sich selbst schädigen, sich seine Existenz nehmen; Äste beschneiden, verschneiden; einen \Ast durchsägen 〈fig.; scherzh.〉 laut schnarchen; einen \Ast haben 〈umg.〉 bucklig sein; 〈schweiz.〉 schläfrig, müde sein; einen Kater haben; sich einen \Ast lachen 〈fig.〉 sehr lachen ● auf dem absteigenden \Ast sein, sich befinden 〈fig.〉 im Niedergang begriffen sein [<ahd. ast <germ. *asta- <idg. *osdos „was (am Stamm) ansitzt“; verwandt mit sitzen, Nest]

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Ạst , der; -[e]s, Äste [mhd., ahd. ast, eigtl. = das, was (am Stamm) ansitzt]:
1. stärkerer Zweig eines Baumes [der unmittelbar aus dem Stamm hervorgeht]:
ein dicker, knorriger A.;
der Vogel hüpft von A. zu A.;
Ü die Äste einer Arterie;
(Math.:) die Äste einer Parabel;
den A. absägen, auf dem man sitzt (ugs.; sich selbst seiner Lebensgrundlage berauben);
auf dem absteigenden A. sein (1. in seinen Fähigkeiten, Leistungen nachlassen. 2. in schlechtere Lebensverhältnisse geraten);
einen A. durchsägen (ugs. scherzh.; laut schnarchen).
2. Stelle im bearbeiteten Holz, an der ein Ast abzweigte.
3. <o. Pl.> (landsch.)
a) Rücken:
den Rucksack auf den A. nehmen;
b) krummer, verwachsener Rücken:
einen A. haben;
sich <Dativ> einen A. lachen (salopp; sehr heftig lachen).

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Ạst,
 
Georg Anton Friedrich, Philosoph, * Gotha 29. 12. 1778, ✝ München 31. 10. 1841; Professor der klassischen Literatur in Landshut und München (ab 1826), Anhänger F. W. Schellings, versuchte in seinem »Grundriß einer Geschichte der Philosophie« (1807, 21825) die Vernunftnotwendigkeit des Ganges der Philosophiegeschichte nachzuweisen.

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Ạst, der; -[e]s, Äste [mhd., ahd. ast, eigtl. = das, was (am Stamm) ansitzt]: 1. stärkerer Zweig eines Baumes [der unmittelbar aus dem Stamm hervorgeht]: ein dicker, knorriger A.; Ein Sturm hat ... die Bäume kahl gefegt und das Grün vor meinen Fenstern in ein Gitterwerk von nackten Ästen verwandelt (Hildesheimer, Legenden 67); der Vogel hüpft von A. zu A.; Ü die Äste einer Arterie; (Math.:) die Äste einer Parabel; *den A. absägen, auf dem man sitzt (ugs.; sich selbst seiner Lebensgrundlage berauben); auf dem absteigenden A. sein (1. in seinen Fähigkeiten, Leistungen nachlassen. 2. in schlechtere Lebensverhältnisse geraten); einen A. durchsägen (ugs. scherzh.; laut schnarchen). 2. Stelle im bearbeiteten Holz, an der ein Ast abzweigte. 3. <o. Pl.> (landsch.) a) Rücken: den Rucksack auf den A. nehmen; Ü Mittlerweile hast du zweiundfünfzig Lenze auf'm A., da darfst du dir solche Kinkerlitzchen nicht mehr zumuten (Bieler, Bär 388); b) krummer, verwachsener Rücken: einen A. haben; *sich <Dativ> einen A. lachen (salopp; sehr heftig lachen).

Universal-Lexikon. 2012.

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